Buffy: Does it ever get easy? Giles: You mean life? Buffy: Yeah, does it get easy? Giles: What do you want me to say? Buffy: Lie to me. Giles: Yes. It's terribly simple. The good guys are always stalwart and true. The bad guys are easily distinguished by their pointy horns or black hats, and, uh, we always defeat them and save the day. No one ever dies and... everybody lives happily ever after. Buffy: Liar.

René

The Wolf of Wall Street

WolfofWallStreetOder auch: The Wolf of Wahnsinn. Dreimal war Leo DiCaprio bereits für einen Oscar nominiert. Heute folgte Nominierung Nr. 4. Die hat er sich verdient – denn so gut wie in TWOWS war er wohl noch nie. Endlich gelingen ihm alle Nuancen, endlich meistert er auch jene Szenen ohne Overacting, die regelrecht dazu einladen. “TWOWS” ist einer der besten Filme in der nicht gerade highlightarmen Karriere des Martin Scorsese. 180 Minuten Gier und Exzess ohne Limit, immer mehr mehr mehr. Ohne den erhobenen Zeigefinger und die Stimme, die im Hintergrund warnt: Wir lachen jetzt zwar alle, aber die Realität ist ja ähnlich und echt übel. Es ist Scorsese hoch anzurechnen, dass die – teils wohl hemmungslos übertriebenen – Bilder da ganz für sich sprechen. Die dramaturgische Konstruktion zahlreicher langer Szenen ist meisterhaft. Die Dialoge sitzen perfekt. Und an die Sequenz, in der die Drogen bei Leo und Jonah Hill einmal voll reinhauen, wird man sich in 20 Jahren noch erinnern. Ebenso wie an diese irrsinnige Komödie insgesamt, die das Zeug zum Klassiker hat. In der IMDb klopft sie bereits an der Tür zur All-Time-Top50 an.

 

Filmplakat: Universal

Das erstaunliche Leben des Walter Mitty

WalterMittyVielleicht mag ich den derben, satirisch überspitzten Humor eines “Zoolander” oder “Tropic Thunder” etwas mehr. Nichtsdestotrotz ist ein so warmherziger Film wie Walter Mitty der ideale Auftakt ins neue Kinojahr. Dass die Story an entscheidenden Stellen vorhersehbar, der “Bösewicht” eine reine Karikatur und Stiller an sich kein sonderlich guter Charakterdarsteller ist, darüber sehe ich gern hinweg. Denn Stiller ist diese etwas stereotype Tagträumer-Rolle wie auf den Leib geschrieben (welch Wunder, mit ihm als Regisseur). Die übrigen Charaktere sind allesamt glaubwürdig und jeder auf seine eigene Art sympathisch. Dazu besticht Stillers fünfte Regiearbeit mit teils wunderschönen Bildern und schlägt sich glaubwürdig auf die Seite all jener, die zu den “Verlierern” der modernen Zeiten zählen: den Unscheinbaren, den Bescheidenen, den Entlassenen. Eine Seltenheit im Hollywood-Kino.

 

 

 

 

Filmplakat: Fox