Underwater

Underwater - 20th Century FoxWer atmosphärische Genrefilme mag, die vom Mainstream abweichen, wird zwar auf Netflix regelmäßig fündig, aber selten im Kino, wo meistens Standardware wie „The Purge“ oder Blockbuster den Ton angeben. Eine sympathische Ausnahme war der SciFi-Mysteryfilm „The Signal“, der 2014 in die Kinos kam. Der neue Film von William Eubank heißt Underwater, ist mit Kristen Stewart namhaft besetzt und hat eine vielversprechende Ausgangslage zu bieten – aber leider nicht viel mehr. Rund elf Kilometer unter dem Meeresspiegel zerstört ein Erdbeben eine Bohrstation. Die wenigen Überlebenden suchen nach einem Weg an die Oberfläche und sehen sich dabei mit einer offenbar monströsen Gefahr konfrontiert. Zumindest der erste Akt ist stimmungsvoll, doch nach geraumer Zeit wiederholt sich alles. Hier ein Geräusch, dort eine Gestalt und immer wieder Krach auf der Tonspur, der die zunehmend fehlende Spannung nicht ersetzen kann. Was vor allem ganz entsetzlich fehlt, sind Ansätze interessanter Ideen.

Filmplakat: 20th Century Fox

The Signal

The SignalWie man für 4 Millionen US-Dollar einen hübschen kleinen SciFi-Film drehen kann, der deutlicher teurer aussieht als er ist, zeigt William Eubank mit The Signal. Drei junge Leute fahren durch die USA auf der Suche nach einer geheimnisvollen Person. Als sie meinen, sie gefunden zu haben, finden sie sich auch schon in einer Quarantäne wieder. Die Handlung schlägt von hier an einige überraschende Bögen, ist aber auch nicht frei von Unglaubwürdigkeiten. Ob man mit der Auflösung leben kann, ist absolute Geschmackssache. Gesprächsbedarf gibt’s danach sicherlich. Definitiv gelungen ist die optische Umsetzung des Ganzen, bei der mit vielen symbolhaften und ungewöhnlichen Bildern gearbeitet wird. Richtig cool und alles andere als reine Effekthascherei sind die Superslowmotion-Szenen, die sich ein Zack Snyder gerne zum Vorbild nehmen darf.

 

 

 

Filmplakat: Capelight Pictures