Da 5 Bloods

Spike Lee ist einer der wichtigsten schwarzen Filmemacher*innen der USA. Dass ausgerechnet auf dem Höhepunkt der „Black Lives Matter“-Bewegung sein Vietnamkriegsveteranen-Film Da 5 Bloods erscheint, ist ein schöner Zufall. Noch schöner wäre es allerdings gewesen, wenn dieser Film nicht ganz so misslungen wäre. Denn abgesehen von einer packenden Hochspannungsszene in der Mitte (Stichwort: Seil), die weniger als fünf Minuten dauert, passt hier so gut wie nichts zusammen. Es ist ja nicht das erste Mal, dass Lee verschiedene Genres, Stile, Intentionen und in diesem Fall sogar Bildformate wild vermischt. „Da 5 Bloods“ möchte Action-Komödie, Kriegsdrama, Heist-Movie und politische Anklage zugleich sein. Doch das erdrückende Pathos, teils trashige Dialoge und zunehmend absurd agierende, minutenlang auf die Zuschauer*innen einredende Charaktere würden den Film allenfalls als Satire funktionieren lassen – aber dafür ist er viel zu ernst erzählt. Offenbar hat Spike Lee die Trump-Jahre nicht so gut verkraftet.

Filmplakat: Netflix

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