SpongeBob Schwammkopf 3D

Sponge3DWas haben „Akte X“, „True Blood“ und „SpongeBob Schwammkopf“ gemeinsam? Sie alle sind ein schaurig-schöner Beleg dafür, wie katastrophal bergab es mit einer über viele Jahre großartigen Serie gehen kann, wenn der Showrunner die Show verlässt. „SpongeBob“-Erfinder Stephen Hillenburg wollte „seine“ Serie nach drei Staffeln und dem ersten Kinofilm eigentlich beenden – der Sender Nickelodeon jedoch wollte mehr. Also nahm Hillenburg seinen Hut, überließ anderen das Zepter und die machten dann aus einer liebenswerten, saukomischen, teils absurden und häufig sehr anspielungsreichen Cartoonserie, die Erwachsene wie Kids gleichermaßen begeisterte, eine reine Kindergartenveranstaltung. Der zweite SpongeBob-Kinofilm ist zwar nicht ganz so schlecht wie viele Episoden nach Hillenburgs Abschied, aber immer noch weit von früheren Qualitäten entfernt. Story: Die Geheimformel für den Krabbenburger verschwindet, in Bikini Bottom bricht Panik aus, Sponge und sein Freunde gehen auf eine lange Reise und landen am Ende in der Menschenwelt. Vermeintlich echte Piraten umrahmen die Handlung. Klingt bekannt? Wahnsinnig groß sind die inhaltlichen Unterschiede zum 2004er Film (und vielen Episoden der Serie) in der Tat nicht. Die Animationen, einst eine der großen Stärken, besitzen kaum mehr Witz, das Meiste kommt über Dialoge (manchmal zum Lachen) und absurde Situationen (häufig mit einer gewissen Beliebigkeit ausgestattet). Schade. Doch es gibt einen Hoffnungsschimmer: Ende 2014 wurde bekannt, dass Hillenburg zu SpongeBob zurückkehrt. Es wird Zeit, dass die Serie aus dem Koma erwacht. Und mit ihm darf’s auch gern nochmal einen Kinofilm geben.

 

Filmplakat: Paramount

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