Undine

Es beginnt mit einer Trennung. Undine (Paula Beer) sitzt mit ihrem Freund in einem Berliner Café und erfährt, dass dieser sie wegen einer anderen Frau verlassen möchte. Der Mythologie nach müsste sie ihn für diesen „Verrat“ töten. Doch es geschieht zunächst etwas anderes: Nur eine halbe Stunde später trifft Undine am selben Ort auf Christoph (Franz Rogowski). Nach einem Missgeschick liegen beide blutend und durchnässt nebeneinander auf dem Boden; kurz darauf sind sie ein Paar. Regisseur Christian Petzold zeigt die erste Begegnung und die daraus folgende Liebe mit knisternder Erotik statt nervigem Kitsch. Über die Charaktere erfährt man wenig; man spürt aber, was sie füreinander empfinden. Undine ist ein zärtlicher, poetischer und ruhig inszenierter Mystery-Liebesfilm, in dem sich eine Männerphantasie auf brutale Weise emanzipiert und es stark von der individuellen Wahrnehmung abhängt, ob der Schluss ein Happy End sein kann.

Filmplakat: Piffl Medien

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